Herzlich Willkommen beim neuesten Blogpost von Yapa IT!
Auf unserem Blog möchten wir Sie immer wieder aufs Neue in die Welt des IT-Offshorings mitnehmen und zeigen, was Projekte gut gelingen lässt.
Heute nehmen wir uns das Thema KI vor. Wir alle wissen längst, dass es unser Leben verändert und noch mehr verändern wird. Und wenn man – wie vermutlich Sie und wir – im IT-Bereich arbeitet, wissen Sie, wie stark es auch unser aller Arbeit verändern wird. Entsprechend oft hören wir zurzeit auch, dass es um die Welt des IT-Offshorings doch sicher schlecht bestellt sein muss. Ist es nicht so, dass vor allem weniger komplexe IT-Aufgaben herausgegeben werden, die jetzt durch KI ersetzt werden? Was passiert mit den ganzen IT-Testzentren in Asien und Übersee?
Natürlich ist da etwas dran. Aber wir bei Yapa IT glauben, dass es weiterhin einen starken Bedarf für IT-Offshoring geben wird und das erläutern wir hier:
Erstens nutzen auch unsere Partner in Übersee KI. Auch ihre Arbeit wird dadurch schneller und bleibt damit im Vergleich günstiger. Wer denkt, dass Entwickler im „Globalen Norden“ weiter wären als die im „Globalen Süden“, der irrt sich gewaltig. Unsere Kollegen offshore nutzen ganz selbstverständlich moderne KI-Setups. Ich bin immer wieder erstaunt, dass das KI-Wissen auf beiden Seiten des Äquators gleich hoch ist.

Zweitens ergibt sich für durch die dank KI einfachere Programmierung sogar ein gewisser Vorteil für Offshoring: Wenn der Fachbereich (bald) schon eine erste Produktlösung direkt VIBE-coden kann, warum sollte er dann nicht die nötigen Anpassungen an Sicherheit, Infrastruktur und das ganze Testing direkt offshore herausgeben? Die zu tätigenden Schritte sind einigermaßen bekannt, damit aus KI-Code guter, sicherer Code wird – und das Testen wird auch in Zukunft nicht obsolet werden. Eventuell ergibt sich hier also in Zukunft sogar ein Zuwachs im IT-Offshoring, weil deutsche Fachbereiche keinen Intermediator mehr zu den (Offshore) Developern brauchen.
Drittens heißt KI-unterstützte Programmierung, dass Softwareentwickler weltweit – egal ob in Bolivien, Guinea, Indonesien oder Deutschland – neue Skills erlernen müssen. Es wird nicht mehr reichen, nur den besten Code passend zu den Anforderungen zu schreiben – Softwareentwickler müssen das ganze Produkt mitdenken. Der Softwareentwickler wird zum wichtigen digitalen Begleiter des Projekts oder auch zum “Product Engineer”, wie es mein Nexion-Kollege Alexander Tang in seinem lesenswerten Post nennt.
Und dieser Product Engineer sorgt dafür, dass (natürlich mit der Hilfe von AI) ein aus IT-Sicht möglichst gutes Produkt entwickelt wird. Das Coden selbst wird dabei viel schneller gehen, also dürfen unsere Software-Entwickler nicht mehr nur coden wollen dürfen, sondern müssen auf den ganzen Entstehungsprozess des Produkts Lust haben. Diese Entwicklung betrifft uns alle, egal wo wir sind.

Umso erfreuter war ich, als ich gesehen habe, dass unser bolivianischer Partner Nexion dies schon erkannt hat. Sie nutzen nicht nur selbstverständlich Claude Code und andere KI-Lösungen, um schneller und besser zu entwickeln, sondern bilden ihre Entwickler bewusst in Richtung Product Engineers weiter. Nachzulesen ist dies eindrucksvoll in Marcel Köhlers LinkedIn-Post, in dem er von einem Bootcamp berichtet, in dem Nexion seine Developer bewusst eigene Produktideen bis zum POC bauen lässt. Das fördert aktiv Produkt- und unternehmerisches Denken. Aus Softwareentwicklern werden Kollegen, die Produkte digital begleiten und deshalb auch weiterhin eine starke Relevanz für ihre Kunden behalten.
Also ja, die „einfachen“ IT-Aufgaben wird es in Zukunft nicht mehr geben, weder in Europa, USA, dem „Globalen Süden“ noch sonst wo. Wir alle müssen neue Skills lernen, um in Zukunft weiter am Markt relevant zu sein – und wer weiß, vielleicht führt ja sogar der VIBE-Coding Trends dazu, dass noch mehr IT-Offshoring stattfindet.
Viele Grüße,
Ihr Christoph Hanser

Christoph Hanser ist Gründer und Partner bei Yapa IT und hat gemeinsam mit Marcel Köhler die Offshore-Firma Nexion S.R.L. in Bolivien mitgegründet; zweieinhalb Jahre hat er in Südamerika gelebt. Darüber hinaus hat er noch andere Unternehmungen gegründet und leitet diese: https://www.linkedin.com/in/christoph-hanser/
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Alle Fotos mit freundlicher Unterstützung von Nexion.
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